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Meine Reise nach London

Ich, der Dreizehnjährige der alleine nach Grossbritannien flog, erzähle euch jetzt die vielfältige Geschichte meiner viertägigen Reise.

Tag 1 – Abreise und Ankunft

Mit viel Vorfreude und Enthusiasmus begab ich mich am späten Nachmittag zum Flughafen, wo ich nach ewigen Passkontrollen und Fragen wie „Fliegst du alleine? Warum kommen deine Eltern nicht mit? Wo sind deine Eltern? und wo ist dein Pass?“ bombardiert wurde. Hier ist Anzumerken, dass man das Wort „Bombe“ am Flughafen nie verwenden sollte, wenn man plane noch zu fliegen. Das Boarding verlief ansonsten reibungslos und schon bald sass ich in dem schönen Swiss- Flieger nach London Heathrow. Auf dem Flug gab es gratis Schokolade und eine 200ml Flasche Wasser.

Anflug an der Küste Grossbritanniens

Die Landung verlief ohne weiteres und schon bald stiess ich auf meine Tante, welche mit einem Schild „Welcome to London“ dort auf mich wartete. Bald schon sassen wir in der Metro, in der es überraschenderweise wenig Leute gab. Als wir schliesslich nach etwa einer halben Stunde Metro und noch einem zehn-minütigen Lauf ankamen und wir die Wohnung betraten, kam mir ein Schwall moderige Luft entgegen. „Hier stinkt es ja fürchterlich“, dachte ich mir, doch sagte es meiner Tante nicht. An dieser Stelle ist das ja noch der einzige Kritikpunkt… Wir verbrachten den Abend damit, zu Grillen und mit dem Schmieden von Plänen, was wir in den nächsten Tagen alles machen würden. Wir stellten einen Plan auf die Beine, welcher nicht nur sie, sondern auch mich relativ zufriedenstellte. Bald war auch schon ein Uhr nachts und ich begab mich langsam zu Bett. Ist ja schon zwei Uhr morgens in der Schweiz!

Tag 2 – Sightseeing und Aktivitäten


Ich wachte spät auf: neun Uhr. Wir assen gemütlich Frühstück und besprachen erneut die heutigen Pläne. Ich packte meine sieben Sachen zusammen und wir begaben uns hinaus in die Morgenkälte, um mit der Metro bis Green Park zu fahren und dort dann den „Change of the Guards“ zu erleben.

Leider verpassten wir einen Grossteil der Show, sodass wir beschlossen, später zum zweiten der „Changes“ zu gehen. Als nächstes gingen wir zum Trafalgar Square, welcher mich mit seinem pompösen Springbrunnen beeindruckt hat. Zeit zu essen: wir begannen ganz einfach mit ein wenig Früchten als ein sehr verspäteter Snack. Später assen wir dann noch einen Burger. Nach dem Essen gingen wir zum Big Ben und betrachten diesen inständig. Wunder schön…

Auch die Tower Bridge sollte man hier nicht vergessen; über diese liefen wir zu unserer nächsten Destination: nämlich dem Aquarium „Sea Life“. Das Sea Life ist in verschiedene Teile gegliedert, die alle einen Teil des Ozeans darstellen. Sie sind mit den jeweiligen Fisch- oder auch Korallenarten bestückt, welche man auch direkt Vorort einsehen kann. Es ist sehr interessant, weil es nicht nur über „normalere“ Fischarten wie Clownfischen verfügt, sondern eben auch über Haie und Rochen, sowie Pinguinen und Schildkröten. Es war wirklich sehr interessant und man konnte viel lernen, da es auch relativ interaktiv gestaltet wurde. Man kann sich dennoch streiten, ob es den Preis von 33£ pro Kopf wert ist.

Nach dem langwierigen Besuch im Aquarium ging es ans eingemachte: das London-Eye, eins der Wohl bestbesuchten Attraktionen weltweit. Man kann sich auch vorstellen wieso: der sensationelle Ausblick über die Skyline von London und London selbst ist ein wahrer Augenschmaus. Trotzdem ist der Fakt, dass man dort fast bei 100 Metern Höhe in der Luft ist nicht ganz ohne. Die Technik, wie so ein Riesenrad funktioniert ist mir auch noch nicht ganz klar, aber egal. Ist es den Preis von 38£ pro Kopf wert? Was denkt ihr?

Der Tag ist aber noch lange nicht zu Ende, da es ja erst fünf Uhr abends ist. Wir haben noch etwas vor, aber zuerst müssen wir nach Hause kommen; der berühmte Doppeldecker muss her. „Long story short“, es gab eine Verspätung von über 45 Minuten und wir kamen zu spät zum reservierten Tisch in der Pizzeria. Wir bekamen trotzdem noch einen Tisch und bald kam auch schon mein Onkel. Wir assen hastig, doch die Pizza schmeckte trotzdem. Bald schon begannen wir zu rennen, denn wir hatten einen Termin um acht Uhr zwanzig und es war schon zehn nach. Wir schafften es trotzdem noch, pünktlich zu kommen und tauchten schon bald in die wunderbare Welt von VR ein. Zuerst bekämpften wir Zombies, dann Roboter, dann nochmal Zombies (Ich bekam immer den höchsten Score! Zum Schluss hatten wir dann noch ein verlassenes Spital, welches sich real anfühlte, aber es nicht war. Kläglicherweise war es dann zu Ende und wir begaben uns müde nach Hause, wo ich bald auch einschlief.

Tag 3 – (ausser)städtische Aktivitäten


Am nächsten Tag verschlief ich wieder. Es war zehn Uhr als ich mich schliesslich selbst aus dem Bett bekam. Wir holten uns Croissants von der Bäckerei gleich um die Ecke und assen diese gemütlich. Wir hatten ehrlichgesagt keinen Plan, was wir an diesem Tag machen sollten, doch mir schwebte da eine Idee im Kopf herum. Die Idee erwies sich als eine bessere (in meiner Hinsicht), als mit dem Fahrrad sechs Stunden lang der Themse entlang zu fahren. Angesichts des halb-geschrotteten Fahrrads, was ich hier bekommen hätte, war das eine gute Entscheidung – zweiter Kritikpunkt.

Wir verliessen das Haus um elf und nahmen die Metro bis nach Tower Hill, wo wir uns den Tower of London anschauten und dann anschliesend über die Tower Bridge gingen.

Schön. Bald stiegen wir wieder in die Metro ein und begaben uns nach King’s Cross, wo wir dann umstiegen und in die Metro-Linie ohne Fahrer einstiegen – die DLR. Mit dieser fuhren wir bis nach Greenwich: das war die Idee, doch so einfach war es nicht; nach zwei Haltestellen wurde der Zug gestoppt und wir mussten aussteigen, es gäbe eine Gleisstörung hiess es. Nach zehn Minuten Wartezeit und einer gewonnen Wette, kam unser Zug und wir stiegen ein und fuhren, diesmal wirklich, bis nach Greenwich. Von dort aus liefen wir zum „National Martime Museum“, welches von der Schiffahrt handelt und verschiedenste Ausstellungen zu jenem Thema zur Verfügung stellt – und das mit gratis Eintritt!
Wir liefen den relativ steilen Hügel zur Sternwarte von Greenwich hoch und begaben uns dort zu dem Meridian. Hier ist anzumerken, dass es kostet, diesen zu begehen, aber keine Sorge, man kann ihn auch ohne zu zahlen anschauen. Wir zahlten aber den vollen Preis von 50£ für uns beide zusammen und durften anschliessend die Füsse auf den berühmt-berüchtigten Meridian setzen.

Danach besuchten wir auch das Observatorium und die Sternwarte – im gleichen Gebäude, welche die Geschichte des Meridians konkret schilderten. Man durfte auch auf den Dachstock, wo ein riesiges Teleskop aufgestellt war. Leider war es nicht Abend und wir konnten nicht durch das berüchtigte Teleskop durchschauen.
Anschliessend machten wir einen schönen Abendspaziergang und liefen noch bis zum Hafen von Greenwich, wo wir dann ein Boot: genauer gesagt zwei Boote nahmen, um „nach Hause“ zu gehen. Wir gingen noch in einen Pub – ja man kann hier auch essen! – und assen Steak mit Pommes und mariniertem Gemüse; lecker. Weiter fuhren wir mit dem Auto meines Onkels nach Hause und ich legte mich erschöpft schlafen.

Tag 4 – Shopping und Spannung


Ich muss zugeben, ich war an diesem Tag früh wach, doch ich bekam mich nicht aus dem Bett und verbrachte noch gut eine Stunde auf dem Handy, bevor ich mich aus dem Bett räkelte. Auch meine Tante war gerade aufgestanden und wir assen wie immer Frühstück. Heute wollten wir mal die Beine hochlegen und entspannen. Wie kann man besser Entspannen als schlafen? Ganz einfach: Shoppen. Wir begannen damit, zu einem berühmten Laden „Harrods“ zu gehen, wo wir dann einen Tee kauften. Mehr nicht, denn hier ist wirklich alles überteuert. Dann gingen wir ins Science Museum und verbrachten fast zwei Stunden damit, uns die verschiedenen, vielen und vielfältigen Ausstellungen anzusehen, die das riesige Museum zu bieten hatte. Hier gibt es alles: Weltraum, Autos oder auch Flugzeuge.

Zu Mittag assen wir Crèpes und begaben uns dann in Richtung anderer Läden: zuerst der berühmte Lego- Shop im Herzen der Stadt, der wirklich fast das ganze Lego Sortiment besitzt, dann auch den M&M’s Shop, welcher wie der Lego- Shop sehr unfangreich ist und eine Menge Merchandise und natürlich M&M’s bietet und schlussendlich Hamley’s: ein berühmter Spielzeugladen, welcher wirklich alles bietet. Von Sammelkarten bis Lego und Modellbau ist hier wirklich alles dabei. Dann ist es Zeit für ein bisschen Action; London Dungeon. Oh, hier vergessen, dass ich im Hamley’s nichts kaufen konnte, weil wir im Stress zum London Dungeon mussten, damit wir nicht zu spät kamen – ich bereue nichts.


Der London Dungeon war warscheinlich das absolute Highlight von meinem Besuch in London – besucht es unbedingt wenn ihr mal in London seit – ihr werdet es nicht bereuen! Anyways, ich will nicht zu viel verraten, aber es gibt hier wirklich fast die ganze Geschichte Londons interaktiv dargestellt, mit echten Schauspielern und Gegenständen, Effekten und Achterbanen (hier: Wasserbahn und Freefall (10m)). Man darf hier drin auch keine Handy’s (man nennt sie auch „Satan’s device“) benutzen, sodass man keine Fotos machen darf.
Der restliche Abend verlief gemütlich: wir assen Curry aus dem Supermarkt und schauten dann einen Horrorfilm.

Tag 5 – Ab- schied und flug


Oho, ich bin in meinem Bett? Wie bin ich hier hin gekommen? Ganz einfach; ich bin beim Film eingeschlafen und bin wohl hierher gelaufen? Kann mich nicht erinnern aber ja, wir schon so sein… Frühstück essen und Packen war angesagt. Den Teil mit dem Packen erspar ich euch; könnt ihr euch ja vorstellen. Nachdem alles startklar war, ging ich mit meiner Tante zum Flughafen und wir verabschiedeten uns traurigerweise schon nach fünf Tagen. Danke für alles an dieser Stelle. Die Zollkontrolle war ähnlich wie in Zürich: es gab hier einen speziellen Schalter für „UM“ , was so viel heisst wie „Unaccompanied Minor“ oder „nicht-begleiteter Minderjähriger“. Nach einem Mittagessen am Flughafen: Penne mit Pesto, stand ich am Gate und hob bald in Richtung Zürich ab.

Adieu, Goodbye, auf Wiedersehen London.


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